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Fachwerk lesen lernen

Von Stadtwiki

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„Fachwerk lesen lernen“ ist ein Buch der Königsbacher Autorin und Heimatforscherin Susanne Kaiser-Asoronye.

Für die Fotografie und Bildbearbeitung zeigt sich Uwe Kaiser verantwortlich. Das Buch erschien im Dezember 2021 im Klotz-Verlagshaus, ISBN: 978-3-948424-99-2, Format: 170 x 240 cm, Einband: Hardcover, Umfang: 280 Seiten, Über 400 Abbildungen aus dem Enzkreis


Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Inhalt des Buches sind Fachwerkbauten und deren Entstehung und Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte. Es enthält Erklärungen zu Baustil und Besonderheiten, Illustrationen verdeutlichen die Fachwerk-Begriffe und jede Besonderheit, jede Epoche wird reichlich mit Fotografien der Fachwerkbauten aus dem Enzkreis verdeutlicht.

Zur Erfassung der weit über zweitausend Fachwerkgebäuden der 28 Städten und Gemeinden (bestehend aus 69 Einzelortschaften) wurde die Autorin Susanne Kaiser-Asoronye nicht nur vom Landesdenkmalamt und Landratsamt Enzkreis unterstützt, sondern arbeitet mit lokalen Heimatvereinen und engagierten Heimatforschern zusammen. Band 1 enthält die Kapitel Fachwerkbauten aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, Fachwerk an Kirchen und Fachwerk an Rathäusern. Ferner die Kapitel „Versteckt“ (Fachwerk unter Putz) und „Verloren“, in dem abgegangene Fachwerkbauten gezeigt werden. Band 2, der erst in 2023 erscheint und bereits in Arbeit ist, enthält die Kapitel Fachwerkbauten aus dem 18. bis 20. Jahrhundert, Fachwerk an Pfarrhäuser, Mühlen und Keltern, sowie weitere Fachwerkbauten in den Kapiteln „Versteckt“ und „Verloren“.


Ausgezeichnet

Das Buch Fachwerk lesen lernen und die Autoren haben im Jahr 2022 den 1. Preis beim Landespreis für Heimatforschung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst erreicht. Der Preis wird am 17. November 2022 im Rahmen der Heimattage in Offenburg verliehen.


Die „Macher“

Susanne Kaiser-Asoronye. Die Königsbacherin wurde 1966 ge­boren und verbindet nach vielen Jahren als Grafikerin und Inhaberin einer Werbeagentur den Beruf mit ihrer Passion: der Heimat­forschung. Sie ist Gründungsmitglied des Freundeskreis Königsbach-Steiner Geschichte und seit 1998 Vorsitzende des Vereins. Ihr spezielles Interesse gilt, neben Fachwerkhäusern und deren Geschichte, den Kleindenkmalen und Inschriften, die sich in den Ortsführern des Klotz-Verlagshauses wiederfinden. Uwe Kaiser ist 1964 in Hemsbach an der Bergstraße zur Welt gekommen. Beruflich ist er als Chemie-Techniker in der Forschung und Entwicklung eines Konzerns tätig. Sein Interesse an der Fotografie begann früh und wurde in den vergangenen Jahren inten­siviert und vor allem perfektioniert. Er zeigt sich für die aktuellen Fotos sowie für die meisten Bildbearbeitungen und Retuschen in diesem Buch verantwortlich und er ver­waltet die Technik im Homeoffice.

Entstehung des Werkes über eine Datenbank

Als das Konzept für dieses Buch entstand, war sofort klar, dass es sich an interessierte Laien richten und viele Bilder von Fachwerkhäusern aus dem Enzkreis, möglichst aus jedem Ortsteil, enthalten musste. Alle Enzkreis-Gemeinden sollten sich im Buch wiederfinden.

Grundlage waren in erster Line die Denkmallisten, die das Landesamt für Denkmalschutz Karlsruhe zur Verfügung stellte. Die Daten der Listen speiste die Autorin in eine selbst aufgesetzte Datenbank ein. So konnten die Gebäude nach Orten, aber auch nach ihrer Bauzeit sortiert werden. Zudem war sie durch die Datenbank in der Lage, die Merkmale und Details der einzelnen Gebäude aufzulisten, so dass jedes Detail über eine Suchfunktion aufzufinden war. Historische Fotos, die ebenfalls vom Denkmalamt zur Verfügung gestellt wurden, pflegte sie in die Datenbank ein, um auch eine Auswahl nach Optik treffen zu können. Für die nicht-denkmalgeschützten Gebäude nahm die Autorin Kontakt zu Archiven, Heimatvereinen und Heimatforschern auf und bat diese um Unterstützung. Sie gaben Informationen über weitere Fachwerkbauten, die ebenfalls Einzug in die Datenbank hielten.


Fachwerk im Enzkreis

Somit ist erstmalig erforscht, dass der Enzkreis über rund 2500 Fachwerkbauten – freigelegt oder verputzt – verfügt. Davon sind rund 1500 in der Datenbank erfasst und ca. 900 mit Details fotografiert.

Die frühesten Bauten stammen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Diese wurden jedoch im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut oder teilerneuert. So befindet sich oftmals im Kern der Fachwerkhäuser oder in deren Dach­stühlen Gebälk, das sich durch dendro­chro­no­­logische Untersuchungen ins 15. Jahrhundert oder 16. Jahrhundert datieren lässt, während die Außenkonstruktion beispielsweise aus dem 17 oder 18. Jahrhundert stammt – was eine Klassifizierung schwierig macht.

Erhalten sind ca. 35 Gebäude aus dem 15. Jahrhundert. Fachwerkgebäude aus dem 16. Jahrhundert, also noch vor dem Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648), sind selten, hier finden sich nur noch ca. 200 Häuser im Enzkreis. Der nach dem Krieg vorsichtig einsetzende Bauboom schlägt im 17. Jahrhundert mit ca. 190 Bauten zu Buche, davon sind wohl ca. 30 Bauten während des Krieges entstanden.

Die größte Anzahl Fachwerkbauten im Enzkreis hat sich aus dem 18. Jahrhundert er­halten. Ob mit und ohne Fassadenputz sind rund 730 Gebäude aus dieser Zeit erfasst. Das 19. Jahrhundert ist mit ca. 300 Häusern vertreten, wobei davon die meisten Fachwerke unter Fassadenputz liegen. Das Ende der Fachwerkbauten läutet das 20. Jahrhundert ein – insgesamt rund 150 Gebäude konnten in der Zeit aufgelistet werden, wobei daran Öschelbronn den größten Anteil hat.

Und noch eine interessante Zahl wurde zur Statistik durch die Datenbank ermöglicht: Rund 700 Fachwerkbauten tragen eine Inschrift, manche in Form von Spruchbändern am Eckpfosten oder ein in Stein gemeißeltes Baujahr mit oder ohne Initialen von Bauherren oder Baumeister. Auch diese sind nun Dokumentiert und tragen zur Ergänzung des Kleindenkmalprojekts des Kreisarchivs / Landesamt für Denkmalschutz bei.

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